Abel Carlevaro über Janez Gregorič:

Der Gitarrist Janez Gregorič hat im Laufe mehrerer Jahre unter meiner Anleitung – sowohl in Erlbach (Deutschland) als auch in meinem Studio in Montevideo (Uruguay) – Musik- und Gitarrenstudien betrieben. Dabei zeigte sich immer seine große Begabung, und heute ist er ein hervorragender Gitarrist, der allgemeinen Beifall verdient.

Abel Carlevaro, Montevideo, 10. März 1999

Cronomias De Montevideo - Hommage a Abel Carlevaro

CD Besprechung von Zane Turner auf MusicWeb

Fabjan Hafner über Janez Gregorič:

Unter den unzähligen Alltagsmusikern, die Tag für Tag unsere Ohren füllen, ist Janez Gregorič ein Musiker von ungewöhnlichem Adel; beileibe kein gewöhnlicher Klimperer, sondern ein verhalten vergeistigter Aristokrat.

Mit dem kleinen Finger, einem winzigen Wink vermag er es, unsere Gehörgänge zu öffnen; mit fernöstlicher Delikatesse und kaum sichtbarem Lautpinsel tupft er feine Linien auf einen Seidenschleier.

Er beherrscht sein Tun, weil es ihn beherrscht; weil unter der distinguierten Oberfläche das unauslöschliche Feuer südlicher Leidenschaft lodert: Daher rührt wohl auch jenes nachgerade jenseitige Strahlen, das von ihm ausgeht.

Fabjan Hafner
Lyriker, Übersetzer, Literaturwissenschaftler

Tim Hofmann über ein Konzert von Janez Gregorič:

Gregorič führte eine perfekte Symbiose zwischen technischer Faszination und stilistischer Farbe vor - ein Traum, der auch bei seinen Eigenkompositionen "Ameisen im Kopf" und "Bottle Post" erblühte. Klasse, wie der Künstler klassische Gitarrentechnik etwa um ein stilistisches Rock-Riff drapierte und dabei Tremolo-Effekte in selten gehörter Meisterschaft vorführte. [...] Ein glockenklarer Ton, satt und direkt im Bass und doch mit einer seidigen Wärme versehen - einfach ein Genuss.

Tim Hofmann, in „Freie Presse - Chemnitz“

Peter Maier – CD-Besprechung:

Klangästhet

(...) hier ist ein Klangästhet am Werke. Auf der neuen CD in.concert@20th des österreichischen Gitarristen Janez Gregorič wird dann auch nicht lange um das Thema „Musik des 20. Jahrhunderts“ herumgespielt, sondern gleich zur Sache gekommen. Carlevaro, Duarte, Barrios, Rodrigo, Brouwer und der sicherlich vielen unbe- kannte tschechische Komponist Petr Fiala sind die Namen, (. . .)

(...) die Spielkultur, mit der Gregorič alle Werke vorträgt und sie durch eine eher selten gehörte Klangästhetik erstrahlen lässt. Man nimmt kaum Nebengeräusche war, Schleifen, Quietschen oder sonst welche klanglichen Unreinheiten, sondern wird mit einem glasklaren, dennoch warmen Ton überrascht. (. . .)

Peter Maier, „Gitarre aktuell“, Dezember 2008

Artikel in "Gitarre Aktuell":

Gitarre Aktuell

Abel Carlevaro zum 10. Todestag
Interview mit Janez Gregorič